Der Spielmannszug in Elte

Musikzug Elte 1913 vor der Gaststätte Essmann (heute Eggert)

Der erste Spielmannszug wurde 1913 als Musikzug der Elter Feuerwehr gegründet. Unter der Stabführung des Tambourmajors Gustav Klostermann flöteten und trommelten Gerhard Bösker, Karl Brockmöller, Eduard Overesch und Ewald Schulte-Walter. In der Heide nahe des Hofes Bösker wurde während der Freizeit fleißig geübt. Besonders stolz war die kleine Gruppe, wenn sie bei öffentlichen Auftritten der Feuerwehr mit Ihrem Spiel glänzen konnte. Aber auch den Abmarsch der Schützen zur Vogelstange begleitete sie stets mit klingendem Spiel. Als Folge des 1. Weltkrieges gab es dann lange Zeit keinen Spielmannszug in Elte.


Dreißiger Jahre - im Zeichen der Feuerwehr

Trommler- u Pfeifferchor 30er Jahre - vor der Gaststätte Brinkmann

Erst in den dreißiger Jahren waren es wieder Mitglieder der Feuerwehr, die eine kleine Gruppe von Trommlern und Pfeifern ins Leben rief. Als Tambourmajor fungierte Alfons Helmer. Hinter Ihm marschierten Hermann Fieker, Josef Fieker, Anton Fieker, Bernhard Hesping, Hermann Pohlmeyer und Viktor Tebbe. Aber wiederum waren es die Kriegswirren, die auch diesen Spielmannszug sich auflösen ließen. In den dreißiger Jahren war es üblich, vor Beginn des Schützenballes in einer Polonaise mit dem Königspaar an der Spitze durch das Dorf zu ziehen. Auch ein ernstes Ereignis gabes in den Dreißigern. 1937 prallte am Schießplatz, damals in Schmieds Kämken, eine Kugel ab und traf ausgerechnet einen Schützenbruder am Kopf, der zum allererstenmal am Schützenfest teilnahm. Da für ihn das Schützenfest vorzeitig vorbei war, schickte der Verein als Trost eine Kiste Zigarren.


Die wilden 60er

Trommler + Pfeiffer

Erst im Jahre 1961 fanden sich auf Initiative von Josef Hagedorn jüngere Schützenbrüder zu einem neuen Spielmannszug, diesmal innerhalb des Schützenvereins, zusammen. Der Schützenverein beschaffte auch die Instrumente. Die Lyra stiftete Hermann Beimesche, für zwei Becken sorgte die Elter Firma Schuurmann und der damalige Schulleiter, Albert Jass, schenkte die große Pauke. Josef Hagedorn, anfänglich unterstützt von August Achterkamp aus Mesum, formte aus den jungen Schützen schnell einen guten Klangkörper und schon am Schützenfest 1961 zog der Schützenverein unter klingendem spiel seines Spielmannszuges zur Vogelstange. Josef Hagedorn wurde 1994 zum Ehrentambourmajor ernannt. Hier noch etwas Interessantes: Der Großvater des Schützenkönigs von 1956, Klemens Rießelmann, war Malermeister. Er erhielt von einem münsterschen Adeligen den Auftrag, einige Zimmer nebst Möbelstücken zu reno- bzw. restaurieren. Bei seiner Arbeit fand er in einem Schrank ein Geheimfach mit mehreren Silberplatten. Aus Freude über diesen Fund schenkte der Adelige dem Malermeister eine von den Plaketten, die Klemens Rießelmann der Königskette des Elter Schütenvereins zufügte.


Modern und gut - Der Spielmannszug Elte heute

Spielmannszug 2008 - Bild zum Feuerwehrjubiläum

Im Jahr 2000 feierte der Spielmannszug sein 40-jähriges Bestehen. Aus diesem Grund wurde ein großes Fest veranstaltet, an dem auch viele  Spielmannszüganderer Vereine teilgenommen haben. Höhepunkt des Festes war ebenfalls ein großer Sternmarsch.


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