Ludgerus Schützengilde Elte 1478 e.V.

Beitrag der Ludgerusschützengilde zum DLZ Ferienprogram

In der Schießanlage der Ludgerusschützengilde Elte

Dorothea Overesch legt das Luftgewehr an und zielt. Ihre Hand zittert nur minimal, ein konzentrierter Ausdruck tritt auf ihr Gesicht, sie drückt ab. In dem schwarzen Kreis auf der zehn Meter entfernten Zielscheibe ist ein Loch – die Dreizehnjährige hat getroffen. Außer Dorothea nimmt noch Philipp Krüssel an der Ferienaktion "Sportschießen", einem Projekt das die Ludgerusschützengilde Elte in Kooperation mit der Bürgerinitiative Dorf.Land.Zukunft. veranstaltet, teil. Philipp war schon im letzten Jahr dabei und hat schon ein wenig Erfahrung.

Philipp Krüssel mit 10er Zielstreifen für Luftgewehre

"Philipp hat unheimlich schnell gelernt, mit dem Gerät umzugehen und auch Dorothea steht ihm in nichts nach", lobt Schießstandaufsicht Klaus Paradies. Dass das Waffenrecht und die Schießstandordnung für die Schützen keine Nebensächlichkeiten sind, das lernen auch die Ferienaktions-Kinder. Denn unter der fachkundigen Anleitung von Paradies und Henny Sprengers wird den Kindern zunächst die Grundlagen des Sports vermittelt: innere Ruhe, Konzentration, Kondition und Vorsicht im Umgang mit dem Sportgerät.

Schießleiter Klaus Paradies mit älterem Gewehr Feinwerkbau 300

"Bei uns steht die Sicherheit immer an erster Stelle. Das ist ein Sport, bei dem sehr viel Disziplin verlangt wird. Und wir schießen nicht mit Waffen, sondern mit Sportgeräten", erklärt Paradies. Selbsternannte PC-Spiel-Helden, die auf der Suche sind nach dem besonderen Kick, kann er in seinen Reihen nicht brauchen. "Mit Machtgefühl hat Schießen nichts zu tun, das ist ein Vorurteil", ist der 52-Jährige überzeugt. Am Schießstand gehe es darum, jeden Schuss mit Bedacht abzugeben.

Schießleiter und Schießwart Vogelstange Henny Sprengers bei der Ausbildung

"Wir ballern hier nicht – wir schießen!", betont auch Schießwart Henny Sprengers. Breitbeinig steht er neben seinen Schützlingen. Ab und zu korrigiert er deren Haltung und gibt Anweisungen. Er weiß das Schwierigste beim Schießen ist es - die Ruhe zu finden. "Der Puls geht nach oben, man wird nervös und rappelig. Man muss relaxen und dann die innere Balance finden", spricht der ehemalige Scharfschütze aus Erfahrung.


Beim Zielen mit dem Match-Luftgewehr (Anm.Webmaster: Feinwerkbau 600 bzw. 601) auf die Scheibe merken die Jugendlichen dann auch schnell, dass ein Gewehr mit etwa 5 Kilo Gewicht gar nicht so einfach zu halten ist. Eine Stütze, auf der das Gewehr ruht, hilft den Ferienkindern, sicherer ins Ziel zu treffen. Und das was Philipp schon im letzten Jahr gelang, schafft in diesem Jahr auch Dorothea - die "alten Hasen" zu verblüffen. Denn Dorothea gelang von Anfang an jeder Schuss ins Schwarze. "Ein Naturtalent", sagt Henny Sprengers beeindruckt.

Phillip Krüssel und Dorothea Overesch mit ihren 10er Zielstreifen

Das Training der Ludgerus Schützengilde Elte, an dem Kinder ab 12 Jahren und nur mit der Einverständniserklärung der Eltern teilnehmen können, ist immer Mittwochs von 18 bis 20 Uhr, im Schießstand im Gebäude der SG Elte (Anm.Webmaster: nicht in den Ferien).

Schießleiter und Schießwart Vogelstange Henny Sprengers erklärt die Feinheiten beim Zielen

Fotos und Text: Karin Kühling (Übernahme von www.elte-rheine.de mit freundlicher Genehmigung)


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